Vier Fragen an Stephan Unger, Finanzvorstand Daimler Financial Services AG

Herr Unger, Sie setzen sich für Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen ein. Warum?

Als Konzern tragen wir nicht nur Verantwortung für unsere Mitarbeiter, Kunden, und Aktionäre, sondern auch für die Umwelt und unsere Gesellschaft. Wenn es um Nachhaltigkeit geht, haben wir eine hohe Eigenmotivation. Aber auch die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele spornt uns an. Diese Ziele richten sich zwar zuerst an Regierungen und Staaten, doch auch die Wirtschaft spielt dabei mit ihrer Innovations- und Investitionskraft eine wichtige Rolle.

Und welche Ziele wären das?

Alle Personen, die für uns arbeiten, sollen das unter menschenwürdigen Bedingungen tun – das gilt in unseren eigenen Reihen aber auch in der Lieferkette. Dabei setzen wir auf einen risikobasierten Managementansatz und unterstützen so beispielsweise das Nachhaltigkeitsziel 8 „Menschenwürdige Arbeit“. Autonom fahrende Autos werden sich positiv auf die Straßensicherheit und den Klimaschutz auswirken und zahlen damit auf das Ziel 9 „Industrie, Innovation, Infrastruktur“ ein. Aber auch unser Engagement im Umweltschutz und unsere Mobilitätsdienstleistungen unterstützen die Ziele 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, Ziel 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ und Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“.

Können Sie uns konkrete Beispiele nennen?

Natürlich! Vor allem unsere Mobilitätsdienstleistungen beweisen unseren nachhaltigen, innovativen Ansatz. Bestes Beispiel: car2go. Unser Carsharing-Anbieter kann zu weniger gefahrenen Meilen pro privatem Auto und zu verringerten CO₂-Emissionen führen. Als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr tragen unsere Mobilitätsplattform moovel, die Taxi-App mytaxi und ihre Pooling-Lösungen wie mytaximatch oder moovel Flex Pilot wie auch der Mitfahrdienst Via dazu bei, die Verkehrsinfrastruktur und Transportsysteme in Ballungsgebieten zu entlasten.

Mobilität in Ballungsgebieten ist ein gutes Stichwort. Wie kann das in Zukunft aussehen?

Wir verstehen uns längst nicht mehr nur als reiner Fahrzeughersteller, sondern vor allem als Mobilitätsdienstleister. Deswegen unterstützen wir auch das Konzept einer vernetzten Stadt. Sogenannte Smart Cities werden die Lebensqualität von Stadtbewohner mit einer Reihe digitaler Lösungen erhöhen. In punkto Mobilität liegt der Fokus auf einer Verbesserung der Verkehrslage, weniger Emissionen und der Verringerung von Unfällen – und genau da setzen wir mit unseren Produkten und Services an.

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